Mit dem Raddampfer zum Schloss Pillnitz
Zu einem Besuch Dresdens gehört die Fahrt auf einem der neun bis zu 132 Jahre alten Raddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt unbedingt dazu. Lassen Sie sich vom nostalgischen Charme des leisen Rauschens ihrer Schaufelräder und dem Schnaufen ihrer Dampfmaschinen zwischen Seußlitz bei Meißen und Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz verzaubern.
Der Klassiker ist die „Schlösserfahrt“, bei der es mehrmals täglich (in der Hauptsaison alle zwei Stunden) von der Brühlschen Terrasse flussaufwärts geht. Entlang der malerischen Kulisse Dresdens fahren die Dampfer unter der umstrittenen Waldschlösschenbrücke durch vorbei am ersten Dresdner Wasserwerk Saloppe und den drei prachtvollen Schlössern Albrechtsberg, Lingner Schloss und Schloss Eckberg. Auf der anderen Seite grüßen die opulenten Villen von Dresden Blasewitz. Schon naht das nächste Wahrzeichen der Stadt, das Blaue Wunder mit den beiden großen Biergärten Schillergarten und Körnergarten an beiden Flussufern, die den Blick zur wunderschönen Silhouette der Stadteile Loschwitz, Wachwitz, Laubegast und Hosterwitz eröffnen. Noch gefangen vom Zauber der kleinen Kirche „Maria am Wasser“ wird die prachtvolle Schlossanlage Pillnitz langsam sichtbar.
Ein außergewöhnliches Ensemble aus Architektur und Gartengestaltung, eingefügt in die Flusslandschaft vor den Weinbergen des Elbtals, entstand das Schloss Pillnitz hier im frühen 18. Jahrhundert unter dem Einfluss der ostasiatischen Mode. Durch die Repräsentationspolitik von Kurfürst Friedrich August, genannt der Starke, sollte es zum Auftakt von 24 geplanten thematischen Lustschlössern werden, einem Gesamtkonzept königlicher Zerstreuung.
1720 bis 1724 entstehen nach Entwürfen von Pöppelmann zunächst das Wasser- und Bergpalais später bis 1790 im Sinne der englischen Landschaftsgärten der Englische und Chinesische Garten als Zeugnisse der musischen und wissenschaftlichen Interessen des Kurfürsten. Für die umfangreiche königliche Pflanzensammlung wurden 1859 das Palmenhaus errichtet sowie das Ringrenngebäude 1879/80 zur Orangerie erweitert. Im ausgedehnten Park befindet sich auch die riesige Magnolie, die besonders zur Frühjahrsblüte ein besonderer Anziehungspunkt ist.
Die Dampferfahrt von Dresden nach Pillnitz dauert etwa 90 Minuten und zurück gut 60 Minuten. Der Fahrplan ist so angelegt, dass man den Dampfer in Pillnitz verlassen kann und mit einem der nächsten zum Beispiel zwei Stunden später wieder zurückfährt. Ein zweistündiger Aufenthalt bietet genügend Zeit, die Schlossanlage zu entdecken und Mittagessen oder Kaffeetrinken im Schlosshotel Pillnitz oder lieber etwas ruhiger im Pillnitzer Elbblick direkt an der Dampferanlegestelle zu genießen.
Vom Ferienhaus Kleppereck sind es bis zur Semperoper 21 km, für die Sie 22 Minuten mit dem Auto benötigen. In der Innenstadt gibt es viele Tiefgaragen u.a. eine unter dem Neumarkt direkt vor der Frauenkirche. Fahrtkarten für die Dampfer bekommen Sie unmittelbar an der Anlegestelle oder online hier.
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